[ANLEITUNG] Gartengrill / Grill selber bauen

Im Sommer eine beliebte Freizeitbeschäftigung, für viele ein Hobby und auch eine Zeit der Gemeinsamkeit - Grillen hat viele verschiedene Bezeichnungen und noch mehr Fans. Wie wäre es also, wenn Sie sich einen festen Grill in Ihrem Garten ermöglichen und diesen auch noch selber bauen? Wir zeigen Ihnen, wie es gehen könnte!

Gute Planung ist die halbe Miete

Stellen Sie sich zum Beispiel folgende Fragen:

 

- Ist genügend Platz an der Stelle?

- Wie viel Material wird benötigt?

- Wie soll der Grill aussehen?

- Wie groß soll der Grill werden?

 

Sicherlich ist es empfehlenswert, wenn man sich zunächst eine Skizze anfertigt, auf der die Maße notiert werden. So haben Sie einen Plan schwarz auf weiß und können auch besser das benötigte Material berechnen.

 

Später können die ausgesuchten Steine lose verlegt werden, damit Sie einen ersten Eindruck erhalten und noch Änderungen vornehmen können, wenn dies gewünscht ist.


 

 

 

Als Basis für den Grill wird ein ebener und fester Untergrund benötigt. Beispielsweise kann eine stabile Betonplatte als Fundament genutzt werden, die dem Grill später einen festen Stand gibt.

 

 

 

                              Bild dient nur als Beispiel


 

 

Nun geht es los, jetzt kann die erste Reihe gelegt werden. Bitte beachten Sie, dass hier unbedingt feuerfester Schamottemörtel verwendet wird! Die Klinker Steine werden nun in den Mörtel gedrückt, der zuvor auf der Bodenplatte verteilt wurde.

 

Schamottmörtel wird verwendet, da dieser sehr hitzebeständig ist und Temparaturen von bis zu 700 Grad Celsius standhält. Dieser Mörtel wird deswegen bei Öfen und Grillgeräten verwendet.


 

 

Um mehr Stabilität zu gewährleisten, werden die Steine im Läuferverband gelegt. Was genau ein Läuferverband ist, sehen Sie unter anderem auf unserem Bild links. Teilweise müssen die Steine mit einem Hammer auf die richtige Länge gebracht werden.

 

Bevor die Steine verlegt werden können, wird auf die Fuge der gemauerten Reihe und auf die Stoßfugen des nächsten Steins Mörtel aufgetragen. Überschüssiger Mörtel kann ganz einfach mit der Kelle abgestrichen werden und später entfernt werden.


 

Die Fugen müssen zwischendurch immer mal wieder geglättet werden, bevor der Mörtel aushärtet. Hier besteht die Möglichkeit ein Fugeneisen oder eine Fugenkelle zu benutzen.

 

Da nicht jeder solch Werkzeug zur Hand hat, hier ein Lifehack:

Benutzen Sie ein Stück Gartenschlauch, auch mit diesem Werkzeug kann eine schöne und saubere Fuge erstellt werden.


 

 

Nun können Sie die Stützschablonen für den Segmentbogen anfertigen. Dazu einfach die Maße auf die Gipskartonplatte übertragen, den Bogen vorzeichnen und dann mit einer Säge oder einem Cuttermesser zuschneiden. Nun einfach in den Grill einsetzen.

 

 


 

Auch die Auflage für den Segmentbogen wird aus Gipskarton hergestellt. Dazu die Platte mehrfach in gleichem Abstand längst einritzen, sodass sie leichter gebogen werden kann. Nun auf die Seitenteile legen und fertig ist Schritt sechs.

 

BITTE BEACHTEN: Bei größeren Abmessungen muss die Vorlage aus Holz angefertigt werden.


 

 

Nun legen Sie die Klinker hochkant über die gebogende Gipskartonplatte und vermörteln diese gut. Immer mal wieder mit der Wasserwaage überprüfen, ob alles im Lot ist!


 

Darüber folgt nun flächendeckend eine Schickt aus Klinkern, welche die Stabilität erhöht und später als Feuerfläche benutzt wird. Nun noch zwei weitere Steinreihen an den Seiten und der Rückseite übereinander setzen, damit die Feuerfläche eingerahmt ist.


 

Als Halterungen dienen verzinkte, nicht rostende Eisen, die es in jedem Baumarkt gibt. Diese mit dem entsprechendem Abstand auf beiden Seiten auf den Steinen mit Mörtel fixieren, sodass ein perfekter Halt gesichert ist.

 

Zum Abschluss mauern Sie noch eine weitere Reihe an den Seiten und der Rückwand des Grills. Fast geschafft!


 

 

Sie müssen unbedingt die Trocknungszeit von ca. 3-4 Tagen einhalten, danach können die Gipskartonschablonen entfernt werden. Nach dem vollständigem Aushärten (8-14 Tage) wird der Grill mit einem Zementschleierentferner gründlich gereinigt. Im Anschliss den Grill ordentlich mit Wasser abspritzen.


Geeignet für "gelernte" Heimwerker, die sich nicht den Finger beim Bild aufhängen brechen.


- ca. 140 Hartgebrannte Klinker oder Schamottsteine (240 x 115 x 71 mm)

- Schamottmörtel, Fugenbreite ca. 10mm

- Gipskartonplatten (Schablonenvorlage)

- Zementschleierentferner

- 1x Grillrost

- 4x verzinkte Flacheisen als Grillrostauflage (40 x 5 x 70mm)

- stabile Bodenplatte (ca. 86 x 50 cm)


- Maurerkelle

- Maurerhammer

- Fugenkelle oder Fugeisen

- Wasserwaage

- Winkel

- Bleistift

- Cuttermesser

 


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