Gipskarton an der Wand befestigen - kleben & schrauben

Glatte und ebene Wandoberflächen mit Gipskartonplatten. Foto: Saint-Gobain Rigips GmbH, Düsseldorf Foto: Saint-Gobain Rigips GmbH, Düsseldorf

Es gibt verschiedene Methoden den Gipskarton an der Wand zu befestigen und jeder hat so seine Vorlieben, aber welche Variante solltest Du in deinem Fall verwenden? Wir erklären es dir in diesem Beitrag.


KÖSTER TIPP: Wer sich nicht zutraut eine Wand zu verputzen, der sollte die Variante mit dem Gipskarton kleben nehmen.

Gipskartonplatten bei der Altbausanierung verwenden: Auf die Vorbereitung kommt es an!

Die Alternative mit dem Gipskarton kann sowohl beim Neubau als auch bei einer Altbausanierung verwendet werden. Bei der Variante der Altbausanierung musst Du auf den Untergrund achten, da alter Putz meistens lose ist und bröckelt. In diesem Fall muss der Untergrund sorgfältig vorbereitet werden und solche Stellen entfernt werden. Ist der komplette Putz in solch einem Zustand, sollte man drüber nachdenken, ob man nicht den ganzen Putz abkloppt.

Bitte unbedingt vorher noch eine vernünfitge Grundierung auf die Wand auftragen, damit der Kleber für die Platten vernünftig hält. Was oft vergessen wird: Die Platten erst ausmessen und auf Maß schneiden (Cuttermesser) und erst dann den Kleber anrühren.

 

Anrühren des Gipsklebers

Nachdem die Platten auf das richtige Maß geschnitten wurden, muss nun der Kleber angerührt werden. Als Kleber dient hier zum Beispiel der Ansetzgips, der meistens in 25kg Gebinden verkauft wird. Nachfolgend gibt es ein paar hilfreiche Tipps von uns:

  1. Beim Anrühren unbedingt auf die Herstellerangaben achten und nach dem Mischverhältnis anrühren. Das Wasser sollte Zimmertemperatur haben.
  2. Nun wird das Wasser in den Eimer gefüllt und anschließend das Gipspulver in das Wasser gestreut. Aufgepasst: Nicht zu schnell das Pulver in den eimer streuen, da sich ansonsten Gipsknollen (Bläschen) bilden können.
  3. Die Mischung nun ca. eine halbe Minute setzen lassen
  4. Nun die Mischung langsam durchrühren. Ideal geeignet ist dafür eine Bohrmaschine mit Rührquirl - ohne geht es natürlich auch.
  5. Die Konsistenz sollte cremig sein, dann ist sie zur Weiterverarbeitung bereit.

KÖSTER TIPP: Nicht zu viel Gips auf einmal anrühren, bevor der Gips trocken wird, denn dann kleben die Platten nicht mehr richtig.

Gipskartonplatten kleben - so geht's!

Die Platten sind geschnitten, der Kleber ist angerührt - jetzt können die Platten an die Wand geklebt werden. Praktisch ist es wie folgt vorzugehen:

  • Alle 40-50 cm einen Batzen Kleber auf der Plattenrückseite auftragen. Dabei darauf achten, dass die Batzen nicht zu dicht am Rand aufgetragen werden (ca. 5cm Abstand)
  • An der unteren Wand mit dem Kleben anfangen, die Platten aber nicht bündig am Boden ausrichten, sondern mit kleinen Holzklötzchen als Abstandhalter zwischen Platten und Boden versehen. Es empfhielt sich zwischendurch mit einer Wasserwage die Platten zu kontrollieren und ggf. noch schnell nachzujustieren.
  • Kleinere Unebenheiten können noch mit leichtem Druck ausgeglichen bzw. verbessert werden
  • Die Gipsplatten nach oben hin versetzt an die Wand setzen

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